„Diese Studienfahrt wird mir immer in Erinnerung bleiben“, so Lisa Lagemanns abschließendes Urteil über die Fahrt nach Polen. Die Gedenkstättenfahrt nach Danzig vom 13.04.-17.04.26 hatte das Ziel, sich ohne Schuldgefühle der historischen Verantwortung zu stellen, die sich aus dem Wissen um die NS-Verbrechen ergibt.

Das vielseitige Programm zeigte die leidvolle Geschichte der polnischen, insbesondere der jüdischen Bevölkerung während der Zeit des zweiten Weltkrieges. Organisiert wurde das Programm von der „Stätte der Begegnung“ aus Vlotho.

Neben dem Besuch der Gedenkstätte „Westerplatte“, die für das Nationalbewusstsein der Polen und dem polnischen Widerstand gegen das NS-Regime eine hohe Bedeutung hat, dokumentierte der Besuch des „Museum des Zweiten Weltkrieges“ weitere schlimme Ereignisse in der Zeit von 1939 bis 1945.

Der Ort der Massenerschießungen in Szpegawsk war besonders eindrücklich, weil allen Teilnehmenden klar wurde, dass sich in dem heute oberflächlich betrachtet „schönen Wald“ unvorstellbar schreckliche Verbrechen ereignet haben, bei denen unzählige unschuldige Menschen getötet wurden.

Die Organisation der systematischen Entrechtung, Verfolgung und industrieller Vernichtung von Menschen konnten die Schülerinnen und Schüler in dem ehemaligen Konzentrationslager „Stutthof“ hautnah erleben. In regelmäßigen Reflexionsrunden entwickelten sie eine eigene Haltung zum Holocaust und konnten in den Gesprächen ihrer Betroffenheit Ausdruck verleihen.