Westfälische Nachrichten, 30.11.2018

Der Pädagogikkursus der Jahrgangsstufe 9 an der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln beschäftigt sich derzeit mit der Thematik „Erziehung zwischen den Kulturen“. Dazu waren jetzt Geflüchtete eingeladen.

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Die Schülerinnen der Gesamtschule und die Geflüchteten diskutierten angeregt mit den Geflüchteten über Unterschiede der Erziehung in Deutschland und den jeweiligen Herkunftsländern. Foto: Gesamtschule

Die drei Gäste aus Syrien und der Türkei, die vor gut zwei Jahren beziehungsweise vor erst fünf Monaten nach Deutschland geflüchtet sind und nun in Westerkappeln wohnen, wurden laut Mitteilung der Gesamtschule als „Experten“ von den Schülerinnen des Pädagogikkurses interviewt. Mit viel Freude und beachtlich guten Deutschkenntnissen berichteten die Gäste über Erziehung im schulischen und familiären Kontext in ihren Herkunftsländern.

Es ergaben sich laut Mitteilung sehr angeregte Gespräche, in denen sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede der Erziehung in Deutschland und den jeweiligen Herkunftsländern deutlich wurden. Überrascht waren manche Schülerinnen darüber, dass es mehr Gemeinsamkeiten in puncto Erziehung gibt, als sie zuvor angenommen hatten. Spannend fanden sie, dass ein wesentlicher Unterschied der Gäste zwischen Erziehung und Bildung im Herkunftsland und Deutschland darin besteht, dass beide Geschlechter in Lerngruppen zusammen unterrichtet werden.

Insgesamt blickten sowohl der Pädagogikkursus als auch die Gäste sehr zufrieden auf den Unterrichtsmorgen zurück. Die Schülerinnen waren laut Mitteilung sehr dankbar für die konkreten Eindrücke, die sie von den Geflüchteten vermittelt bekamen.