Westfälische Nachrichten, 11.09.2019

Projekt der Generationen Werkstatt Bei dem Job dreht sich alles um s Relaxen image 1024 width
So geht´s – Shake, Tycho, Mika und Felix haben es sich schon einmal auf einem Prototyp der Relaxliege bequem gemacht. In den kommenden acht Wochen werden sie bei Poppensieker-Derix in Velpe gemeinsam mit Unruheständler Heinrich Wilhelm selbst eine solche Bank zum Chillen bauen. Foto: Babette Rüscher-Ufermann

Für Shake, Mika, Felix und Tygo dreht sich in den kommenden acht Wochen alles ums Relaxen. Die Achtklässler der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln nehmen beim Holzleimbauer Poppensieker & Derix in Westerkappeln-Velpe am Projekt „Generationen-Werkstatt“ teil.

"Ich bin dabei“, meint Mike nach der Betriebsführung im Unternehmen Poppensieker-Derix in Westerkappeln-Velpe. Bei Shake, Mike, Felix und Tygo, alles Schüler der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln, ist die Vorfreude auf das Projekt „Generationen-Werkstatt“, mit dem sie in dieser Woche starten, deutlich zu spüren. Zum Auftakt lernten die Achtklässler laut einer Pressemitteilung der „Ursachenstiftung Osnabrück“ als Projektträger den Ort kennen, an dem sie demnächst im Einsatz sein werden. Die „Generationen-Werkstatt“ bei Poppensieker-Derix ist ein Projekt, in dem es nur um Chillen und Relaxen geht. Denn die Jugendlichen werden gemeinsam mit dem Un-Ruheständler Heinrich Wilhelm eine Relaxliege aus Holz für ihre Schule bauen.

Geschäftsführer Markus Brößkamp begrüßte zum Auftakt laut Mitteilung auch die Bürgermeister der Gemeinden Westerkappeln und Lotte, Annette Große-Heitmeyer und Rainer Lammers, sowie die Eltern der Schüler. „Dieses Treffen ist auch für sie als Eltern gedacht, damit sie wissen, wo ihre Kinder in der nächsten Zeit untergebracht sind.“

Die Relaxliege wird aus sibirischer Lerche gebaut, erzählt Dieter Recker, Produktionskoordinater im Unternehmen Poppensieker-Derix. Der Vorteil: Dieses ist Holz ist besonders resistent gegen Feuchtigkeit.

Die Achtklässler werden etwa acht Wochen gemeinsam mit Heinrich Wilhelm an einem Nachmittag pro Woche in der Werkstatt daran arbeiten. Zum Start werden die Zeichnungen besprochen. Bevor die Jugendlichen selbstständig arbeiten, soll der Umgang mit den Werkzeugen für alle sicher sein. Welche Materialien, welche Bindemittel kommen zum Einsatz ? All das wird neben in Theorie und Praxis während des Projektes vermittelt werden. „Und bitte kommt nicht in Sonntagsklamotten“, meint Recker zum Abschluss. Die Sicherheitsschuhe, die in der Werkshalle Pflicht sind, stellt das Unternehmen.

Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer freute sich über das Interesse der Schüler an der handwerklichen Arbeit. „Auch ich bin ein Verfechter der dualen Ausbildung“, bekannte die Bürgermeisterin. Deshalb sei es gut, dass auch die Eltern den Betrieb kennenlernen wollten. „Eltern, Betrieb und Schule – es ist wichtig, dass alle vernetzt sind“, sagte Große-Heitmeyer.

Als Felix nach dem Betriebsrundgang gefragt wird, ob er sich jetzt nachdem er alles kennengelernt hat, auf das Projekt freue, meint dieser: „Klar. Aber ich habe mich auch schon vorher darauf gefreut.“

Für Poppenieker & Derix ist es übrigens die zweite Zusammenarbeit mit der Gesamtschule Lotte-Westerkapepln im Rahmen der „Generationen-Werkstatt“. Im vergangenen Jahr hatten sechs Jugendliche zusammen mit Heinrich Wilhelm Sitzfass aus Holz gebaut, dass den Pausenhof der Schule schmückt. Die Relaxliege wird dort sicher auch einen angemessenen Platz bekommen.