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Ein Beitrag der Schülerzeitung über den Kultur- und Landschaftspark Piesberg.

Im Kultur- und Landschaftspark Piesberg gibt es viel zu entdecken. Also wandern wir in diesem Artikel von der Felsrippe mit wunderschöner Aussicht auf den Steinbruch und dann an der Feldbahn entlang den Berg hinunter. Dort angekommen sieht man das Haseschachtgebäude (Museum Industriekultur) und den alten Hasestollen am Pferdestall sowie das Magazingebäude. Anschließend kommt man zum Zechenbahnhof, wo man die Osnabrücker Dampflokfreunde besuchen kann. Wenn man den Schienen folgt, kann man zum Gesellschaftshaus gelangen. Nachdem man dort eine Tasse Kaffee getrunken hat, kann man den Platz vor dem Gesellschaftshaus und den Süberweg überqueren, um zum alten Steinbrecher zu gelangen.

Die Felsrippe – bis zu 52 km in die Ferne schauen

Auf dem Piesberg wird seit 1990 Windenergie gewonnen. Es begann mit einer Windkraftanlage. Zwischenzeitlich waren es für ein paar Jahre vier Stück und derzeit sind es drei Windkraftanlagen. Diese produzieren 13,7 Millionen kWh im Jahr (Quelle: Stadtwerke-Osnabrück). Auf der Felsrippe steht seit 2011 eine Aussichtsplattform, die an einem Turmstumpf von einer der abgebauten Windkraftanlagen hängt. Von dort hat man eine wunderbare Aussicht über das Osnabrücker Land. Bei gutem Wetter kann man 52 Kilometer weit bis zum Kraftwerk Lingen schauen.

Der Steinbruch – den Ort des Abbaus des Piesberger Karbonquarzits erkunden

Der Steinbruch galt früher als größter Hartsteinbruch in Europa. Der Stein, der dort gebrochen wird, ist ca. 300 Millionen Jahre alter Sandstein aus dem Oberkarbon, welcher auch Piesberger Karbonquarzit genannt wird. Außerdem gibt es zwischendurch unter anderem fossilreiche Tonsteine und Kohlenflöze.

Die historische Feldbahn erleben

Das Museum für feldspurige Industriebahnen Osnabrück beschäftigt sich mit dem Erhalt von Feldbahnen, dem Ausbau ihres Streckennetzes und der Aufarbeitung von historischen Lokomotiven und Wagen. Am Piesberg wurden Feldbahnen eingesetzt, um die Kohlen aus den Stollen ans Tageslicht zu bringen. Im Steinbruch wurden Feldbahnen eingesetzt, um die Steine abzutransportieren. In der Blütezeit gab es ein Feldbahngleisnetz von über 100 km Länge, auf dem bis zu 15 Lokomotiven und über 1000 Wagen gleichzeitig eingesetzt waren.

Das Museum Industriekultur erkunden und in den Stollen einfahren

Das Museum Industriekultur hat immer jährlich wechselnde Sonderausstellungen und eine Dauerausstellung rund um den Kohleabbau am Piesberg. Es gibt 2 Dampfmaschinen, die historische Maschinen (Fräse, Bohrer und Drehbank) antreiben. Außerdem gibt es einen Fahrstuhl, mit dem man 30 Meter tief in den Piesberg hinein fahren kann. Dort gibt es einen ehemaligen 300m langen Stollen, wo bis zum Jahr 1898 Kohle abgebaut wurde. Wenn man durch den Stollen durch ist, kommt man am Pferdestall wieder raus. Von dort aus kamen früher Pferde in den Stollen, sie haben Kohleloren abtransportiert (später übernahmen dies Feldbahnen). Außerdem steht dort das Magazingebäude, welches als Kaue erbaut worden ist (wo früher die Bergleute ihre Kleidung gelagert haben. Nach der Schicht haben sie sich dort gewaschen und umgezogen.) Später befand sich in dem Gebäude eine Tischlerei, um die Holzaufbauten von den Förderwagen, die im Steinbruch eingesetzt waren, zu reparieren. Das Magazingebäude wird heute für Sonderausstellungen verwendet. Von dort kann man schon auf das Gelände der Osnabrücker Dampflockfreunde blicken.

Historische Bahnen bei den Osnabrücker Dampflokfreunden bewundern

Die Osnabrücker Dampflokfreunde beschäftigen sich mit dem Erhalt von historischen Eisenbahnen auf normaler Spur (1435 mm) insbesondere um die Eisenbahnhistorie in und um Osnabrück, wie zum Beispiel zwei Waggons von den Homann-Werken Dissen. Es befinden sich auch einige Werkslokomotiven im Besitz des Vereins wie zum Beispiel Loks von den Firmen Karmann, Kämmerer, Piesberger Steinindustrie und noch ein paar andere. Sie haben seit 1988 ihr Domizil im Zechenbahnhof Piesberg in Osnabrück.

Im Piesberger Gesellschaftshaus entspannen

Durch die Eisenbahnanbindung im Jahre 1855 wurde der Piesberg zu einem attraktiven Ausflugsziel. Nur fehlte es an einer Einkehrmöglichkeit. 1870 schrieb ein Bergmann ein Schreiben an die Stadt, der wollte den Bau eines “Restaurationsgebäudes” beantragen. Die Stadt bewilligte den Bau und schon ein Jahr später war das Gebäude vollendet. 1896/97 wurde aus Platzmangel ein Saalanbau neben dem Restaurationsgebäude errichtet. Im Jahr 1898 wurde die Zeche geschlossen. Danach wurde das Gesellschaftshaus für Eversburger und Pyer Vereine zum Vereinslokal und zum Ort für diverse Feierlichkeiten. Der Saalbetrieb wurde bis zu den frühen 60er fortgeführt und dann wegen Baufälligkeit geschlossen. Die Gaststätte wurde bis in die 70er Jahre betrieben. Danach stand das Haus etliche Jahre leer. 1994 wurde der Piesberger Gesellschaftshaus e.V. gegründet, der das Haus mit neuem Leben füllte. Seit der Gründung organsiert der Verein mit den anderen Einrichtungen am Piesberg verschiedene Veranstaltungen und jeden Sonn- und Feiertag ist es auch als Café geöffnet.

Den alten Steinbrecher besichtigen

Der alte Steinbrecher wurde 1927/28 erbaut, als größere Kapazitäten gefordert waren. Die Brecheranlage war bis 2003 in Betrieb und hat je nach Produkt 400t-450t Brechsande, Splitte, Edelsplitte oder Schotter gebrochen. Diese ist inzwischen Denkmal geschützt, und ist von den Osnabrücker Dampflokfreunden gemietet. Diese nutzen ihn als Werkstatt und bauen die alten Gleisanschlüsse wieder auf, um ihn auch noch als Lokschuppen zu nutzen.

Feste feiern und Veranstaltungen erleben

Dieser Artikel beschreibt die größeren Institutionen, die am Piesberg ansässig sind. Es gibt aber noch viel mehr zu entdecken, so zum Beispiel das Arboretum. Außerdem finden mehrere attraktive Feste wie das Bergfest oder das Osnabrücker Dampflokfest statt. Seit einigen Jahren findet dort auch der Piesberger Ultramarathon statt. Also ab in den Bus oder aufs Fahrrad und rauf zum Piesberg.

Für die Schülerzeitung geschrieben von: Luc B.

Quellen:

https://de.wikip edia.org/wiki/Piesberg

https://de.wikipedia.org/wiki/Piesberger_Feldbahn

http://www.osnabruecker-dampflokfreunde.de/

http://www.feldspur.de/

https://www.industriekultur-museumos.de/

https://www.piesberger-gesellschaftshaus.de/historie/

https://nibis.lbeg.de/cardomap3/project/cm3/Detailseiten/geotope/anlagen/PDFs/3614.02_Piesberg.pdf