Darstellen und Gestalten2

Besonderheiten des Faches

„Um sich in der Welt zu Hause zu fühlen, muss der Mensch sie nicht nur mit dem Verstand, sondern mit allen Sinnen erfassen, mit seinen Augen, seinen Ohren, seinem ganzen Körper. Er muss mit seinem Körper das, was er in seinem Gehirn denkt, ausagieren. Körper und Geist können in dieser Hinsicht sowenig wie in irgendeiner anderen Hinsicht voneinander getrennt werden."

(Fromm, Erich: Wege aus einer kranken Gesellschaft, Frankfurt 1982, S.324)

Ein solches ganzheitliches Lernen, ein Lernen mit allen Sinnen, ist das Fundament des Faches Darstellen und Gestalten, das an unserer Schule im Rahmen des Wahlpflichtbereiches angeboten wird.

Wie die anderen WP-Fächer ist auch dieses Fach ein Hauptfach und wird mit 3 Stunden pro Woche unterrichtet.

Dieses Fach unterscheidet sich von anderen Fächern dadurch, dass man sich nicht nur mit den Inhalten eines einzelnen Faches beschäftigt. Hier spielen verschiedene Fächer wie Deutsch, Kunst, Musik und Sport eine Rolle, wie auch Bereiche aus Tanz, Theater, Film, Fotografie und Zirkus.

Man stellt Gedanken, Gefühle, Fantasien und Vorstellungen, Geschehnisse und Situationen mit verschiedenen künstlerischen Mitteln dar, z.B. durch Bewegungen, Körperhaltungen, Farben, Klänge, Töne und Texte.

Es gibt drei Unterrichtskonzepte, die eine besondere Bedeutung für das Fach haben:

Prozessorientierung – Teamorientierung – Produktorientierung.

Zusammengenommen ergeben sie die Projektorientierung des Faches. Methodisch wird dies mit metakognitiven Lernstrategien wie planen, analysieren, kritisch prüfen, bewerten, reflektieren oder regulieren erreicht; d. h. die von Kriterien geleitete Reflexion ist Bestandteil des Unterrichts.

Differenzierung

Auch in diesem Fach ist die Heterogenität hinsichtlich der Lernvoraussetzungen offensichtlich. Im Rahmen der fachüblichen Gruppenprozesse wird den unterschiedlichen Voraussetzungen der Einzelnen Rechnung getragen. Die Teilhabe aller an Projekten ist möglich. Aspekte wie Lernfortschritt und Anstrengungsbereitschaft werden akzentuiert. Eine Bewertung kann in erster Linie nicht anhand absoluter Maßstäbe erfolgen sondern erfordert auch die Berücksichtigung der individuellen Entwicklungsprozesse der Schülerinnen und Schüler.

Start in Jahrgang 7

In Jahrgang 7 wird zunächst an der Einübung eines bewussten Körpergefühls gearbeitet. Körpersprachliche Präsenz und körpersprachliche Gestaltungsmittel stehen im Mittelpunkt der Unterrichtsreihen. Gleichzeitig werden insbesondere Sozialkompetenzen gestärkt. So steht jeder fachliche Bereich wenigstens ein Schuljahr lang im Zentrum der Unterrichtsarbeit und ist gleichzeitig Ausgangspunkt für die Vernetzung mit den übrigen fachlichen Bereichen.

  • Jahrgang 7 → Körpersprache
  • Jahrgang 8 → Körpersprache + Wortsprache
  • Jahrgang 9 → Körpersprache + Wortsprache + Musiksprache
  • Jahrgang 10 → Körpersprache + Wortsprache + Musiksprache + Bildsprache

Ausstattung

Westerkappeln: Aula mit großer Bühne sowie Licht – und Tonmaschine; Fachraum mit Bühne, Requisiten und Kostümen

Lotte: Bühne, Musikraum mit Zugang auf Bühne; Fachraum ist in Planung

Ausweichmöglichkeiten (z.B. Pausenhalle, Klassenräume, Kunsträume) werden, wenn notwendig, genutzt. Die verschiedenen Räume ermöglichen Gruppenarbeiten, bei denen laut gesprochen wird oder Musik verwendet wird.

Medienkompetenz

Bedienen und Anwenden / Produzieren und Präsentieren: Im Fach DuG nutzen wir iPads um Präsentationen zu filmen und zu bewerten. Dabei wird nicht nur der sinnvolle Umgang mit den Geräten erlernt, sondern auch die Reflexionsfähigkeit gefördert.

Methodenkompetenz

Rollenspiele Feedback Dialoge
Textarbeit Projektarbeit  

verwendete Schulbücher

  • Bausteine Darstellendes Spiel

Ansprechpartner/in

  • Senem Belli (FK-Vorsitzende)

Aktuelles Projekt - Heufieber
Ein Theaterprojekt 2018 der Jahrgänge 7 und 8.

Schriftzug Webseite8

Die Situation des Stückes:
1920er Jahre, Londoner Provinz, an einem Samstagnachmittag im Juni: In einer Familie voller Künstler erwarten Mutter Judith, Vater David und ihre Kinder Simon und Sorel ein gemütliches Wochenende mit Gästen.
Dumm nur, dass jedes Familienmitglied eigene Liebesabenteuer im Sinn hat und die Gäste alle heimlich eingeladen wurden. Nach und nach klingelt es nun, nach und nach dämmert den Besuchern, dass diese Familie irgendwie ... anders ist.